Unfall in Schmiedeberg: Auto durchbricht Geländer zur Weißeritz

Pkw kommt auf B170 in Schmiedeberg von der Straße ab, kracht gegen Verkehrsschild und Geländer und stürzt kopfüber in den Uferbereich der Weißeritz -Fahrerin (59) verletzt

 

1Schmiedeberg. Ein nichtalltäglicher Verkehrsunfall hat sich am Sonnabendabend, dem 17. Januar 2026, kurz nach 18 Uhr auf der B170 in Schmiedeberg ereignet. In Höhe des Abzweigs Pöbeltalstraße kam ein Škoda Octavia (Fahrerin, 59), der aus Richtung Dresden in Richtung Altenberg unterwegs war, in einer Doppelkurve von der Fahrbahn ab.
Nach ersten Erkenntnissen befuhr der Pkw die zweite Kurve des Streckenabschnitts – eine Linkskurve auf der B170 (Altenberger Straße) in Schmiedeberg Kreuzung Pöbeltalstraße. Dabei geriet das Fahrzeug nach rechts von der Fahrbahn, fuhr auf den Bordstein und prallte zunächst gegen ein großes Verkehrszeichen, das unmittelbar am Geländer der Weißeritz stand. Das Schild, das die Richtungen Altenberg/ Teplitz sowie Rehefeld/ Moldau auswies, wurde durch die Wucht des Aufpralls aus der Verankerung gerissen.

Im Anschluss krachte der Wagen gegen das Brückengeländer. Dieses hielt dem Aufprall nicht stand und wurde auf einer Breite von rund zwei Metern durchbrochen. Der Pkw stürzte daraufhin etwa zwei Meter in die Tiefe, kam kopfüber zum Stehen und blieb mit der Fahrzeugfront direkt im Uferbereich der Weißeritz liegen. Der Wagen landete nicht im Wasser, sondern blieb am Flussufer stehen, während Teile des Fahrzeugs noch im Bereich der beschädigten Geländerlücke lagen.

In dem Fahrzeug befanden sich nach ersten Angaben nur die 59-jährige Fahrerin. Sie wurde bei dem Unfall leicht verletzt. Sie wurden durch den Rettungsdienst versorgt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht. 

Neben dem Rettungsdienst war unter anderem die Freiwillige Feuerwehr Schmiedeberg im Einsatz. Zusätzlich befanden sich Mitarbeiter der Verkehrsunfallforschung der Technischen Universität Dresden an der Unfallstelle, um den Hergang zu dokumentieren und zu analysieren. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.

Die Bergung des Fahrzeugs erfolgte mithilfe eines Krans des Abschleppdienstes Pötzsch. Der stark beschädigte Škoda wurde aus dem Uferbereich gehoben und auf einen Abschleppwagen verladen. An dem Fahrzeug entstand ein erheblicher Frontschaden, beide Airbags hatten ausgelöst. Nach Einschätzung der Einsatzkräfte handelt es sich um einen wirtschaftlichen Totalschaden, Schaden am Skoda 6000 Euro.

Auch die Schäden an der Infrastruktur sind erheblich. Mehrere senkrechte Streben des Brückengeländers (Schaden geschätzt rund 2000 Euro) wurden deformiert, sodass ein etwa zwei Meter breites Loch entstand. Dieses wurde provisorisch mit rot-weißen Zaunfeldern gesichert. Das zuvor getroffene Verkehrszeichen liegt weiterhin im Bereich der Weißeritz am Flussufer und muss noch geborgen werden.

Während der Rettungs-, Bergungs- und Sicherungsarbeiten war die B170 zeitweise vollständig gesperrt. Gegen kurz vor 21 Uhr war die Unfallstelle komplett geräumt, das Fahrzeug geborgen und die Straße wieder für den Verkehr freigegeben. Warum die Fahrerin in der Doppelkurve die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlor, ist derzeit noch unklar und Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.
Foto: Marko Förster

 

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