In einem Verfahren der Staatsanwaltschaft Dresden gegen ReichsbĂŒrger durchsuchen Beamte der Polizeidirektion Dresden und der Staatsanwaltschaft heute RĂ€umlichkeiten von zwei Beschuldigten (w/48, m/66) in Dresden und Wilthen sowie ein âVerkehrsamt“ in der Landeshauptstadt.
Den beiden Deutschen wird vorgeworfen, dass sie als ReichsbĂŒrger das Ziel verfolgen, die staatliche Ordnung der Bundesrepublik Deutschland durch eigene Stellen zu ersetzen. Einem in Dresden eingerichteten âVerkehrsamtâ sollen dabei hoheitliche Aufgaben zukommen.
Den beiden wird weiterhin zur Last gelegt, an Sympathisanten der Bewegung Phantasie-Kraftfahrzeug-Kennzeichentafeln und Phantasie-Zulassungsbescheinigungen ausgegeben zu haben. AuĂerdem wurden Phantasie-FĂŒhrerscheine ausgegeben und Phantasie-Kraftfahrzeug-Steuerbescheide erteilt. FĂŒr die so „zugelassenen“ Fahrzeuge bestand weder Versicherungsschutz nach dem Haftpflichtversicherungsgesetz noch waren die Fahrzeuge nach dem Kraftfahrzeugsteuergesetz angemeldet. DarĂŒber hinaus sollen die Beschuldigten die Abnehmer ihrer Phantasie-Produkte aufgefordert haben, ihre Fahrzeuge nicht legal anzumelden oder zu versichern.
Die Ermittlungen werden wegen Anstiftung zum VerstoĂ gegen die Haftpflichtversicherungspflicht und zur Kraftfahrzeugsteuerhinterziehung gefĂŒhrt.
Im Rahmen der heutigen Durchsuchungen stellten die Polizisten mehr als 50 Aktenordner sowie diverse Comuptertechnik sicher. Dieses Beweismaterial wird jetzt ausgewertet. Festnahmen erfolgten nicht.
Die Ermittlungen dauern an.