Bombe stellt keine Gefahr mehr dar

Von der Fliegerbombe, die am Dienstagnachmittag an der Löbtauer Straße Ecke Wernerstraße gefunden wurde, geht keine Gefahr mehr aus.

Gegen 16.00 Uhr untersuchte der Kampfmittelbeseitigungsdienst die zwischenzeitlich ausgekühlte Bombe. Im Ergebnis steht fest, dass der Einsatz der Raketenklemme den Zünder entfernt hat. Weiterhin gehen die Spezialisten davon aus, dass es dabei zu einer Teildetonation kam. Die Bombe wird nun zur Entsorgung in die zentrale Sammelstelle nach Zeithain gebracht.

Schäden sind derzeit in lediglich der unmittelbaren Umgebung festzustellen. Diese betreffen insbesondere ein angrenzendes Firmengebäude. Die Schadenshöhe kann noch nicht beziffert werden.

Polizeipräsident Horst Kretzschmar (59) zog heute ein erstes Resümee: „Dieser Einsatz hat nicht nur die Dresdner, sondern auch Feuerwehr, Rettungskräfte und die Polizei in Atem gehalten. Die Bombe, mit der wir es hier zu tun hatten, war hochgefährlich. Insbesondere die Explosion während der Entschärfung belegt das Gefahrenpotential derartiger Weltkriegsmunition. Vor diesem Hintergrund war der von uns betriebene Aufwand entsprechend hoch und zwingend notwendig. Letztlich freue ich mich, dass wir nunmehr endgültig Entwarnung geben können. Mein Dank gilt nicht nur den Einsatzkräften, die über zwei Tage unermüdlich arbeiteten, sondern auch den Dresdnern für ihr Verständnis.“

Die Evakuierungsmaßnahmen und Straßensperrungen werden nun schrittweise aufgehoben. Gleichzeitig stehen an der Notunterkunft im Messegelände Busse bereit, um die Menschen wieder in ihre Wohnungen zu bringen. Lediglich im Bereich des Fundortes kommt es im Rahmen der Abbaumaßnahmen weiterhin zu Behinderungen.

An den drei Tagen waren mehr als 590 Feuerwehr- und Rettungskräften sowie Mitarbeiter der Dresdner Stadtverwaltung im Einsatz. Hinzu kamen mehr als 1.200 Polizeibeamte, darunter Kollegen von der Bundespolizei, der Thüringer Polizei sowie der Sächsischen Bereitschaftspolizei.

 
Innenminister Prof. Dr. Roland Wöller zur aufwändigen Entschärfung der Weltkriegsbombe in Dresden:

„Knapp drei Tage lang hat der Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg die Landeshauptstadt in Atem gehalten. Ich freue mich, dass dieses gefährliche Relikt nun beseitigt ist. Mein großer Dank gilt den unzähligen Einsatzkräften, den Helfern aber insbesondere auch den verständnisvollen und hilfsbereiten Dresdnern.“