Bebauungsplan für touristischen Parkplatz an Schloss Burgk steht

Schloss Burgk ist bereits heute mit den Ausstellungen, dem Besucherbergwerk, den Sälen, dem Schlosscafé, dem bergmännischen Spielplatz und den zahlreichen Veranstaltungen ein attraktiver Ausflugsort. Die dort beheimateten „Städtischen Sammlungen Freital“ gehören zu den größten und bedeutendsten nichtstaatlichen Museumskomplexen im Freistaat Sachsen. Die Bekanntheit und Beliebtheit des Schlosses Burgk ist in den letzten Jahren stetig gewachsen.

Die Stadt Freital will dieses Potenzial künftig noch stärker nutzen und weitere Angebote etablieren. Dieser Entwicklung folgend muss auch die Infrastruktur angepasst werden. Adäquate Parkmöglichkeiten und eine barrierefreie Zugänglichkeit vom Parkplatz zum Schlossareal zu schaffen sind dabei wesentlicher Bestandteil der Gesamtentwicklung.

Der Stadtrat hat dafür nun einen Bebauungsplan mit deutlicher Mehrheit gebilligt. Damit besteht nach dessen Veröffentlichung im Amtsblatt Baurecht. Das Entwurfskonzept für den Parkplatz auf einer rund 9.350 Quadratmeter großen Fläche an der Burgker Straße sieht den Neubau von insgesamt 113 Pkw-Stellplätzen und drei Bus-Stellplätzen vor.

Entstehen sollen zudem zwei Aus- beziehungsweise Zufahrten direkt an der Burgker Straße. Vom Parkplatz aus ist eine Fußwegeverbindung in nordöstlicher Richtung geplant, um einen direkten Zugang zum Schloss Burgk zu erhalten. Der Parkplatz wird mit 29 hochstämmigen Laubbäumen begrünt, ergänzende Bepflanzungen erfolgen mit Bodendeckern und Solitärsträuchern. Entlang der Burgker Straße wird eine Heckenpflanzung aus Laubgehölzen festgesetzt, um den Parkplatz optisch abzugrenzen. Im Bereich des Platzes ist der Bau eines kleinen Sanitärgebäudes möglich, über dessen Realisierung jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt entschieden wird.

Das Projekt wird nun in die Ausführungsplanung gehen und die avisierten Fördermittel beantragt. Die Kosten waren zuletzt mit rund eine Million Euro kalkuliert. Die Realisierung ist, je nach Fördermittelbewilligung, für 2020/2021 geplant.

In Zuge des Verfahrens hat es eine intensive Beteiligung der Öffentlichkeit gegeben. Im Ergebnis ist beispielsweise eine größere Begrünung der Fläche vorgesehen und die Anordnung und Zahl, insbesondere der Busstellplätze, ist verändert worden, um Lärmbelastungen zu minimieren. Der Anteil der Grünflächen liegt bei 46 Prozent und die Stellplätze für PKW werden mit versickerungsoffenen Belägen gestaltet. Eine mögliche Beeinträchtigung der umliegenden Wohnbebauung durch Schallimmissionen wurde in einem schalltechnischen Gutachten geprüft. Zur Abgrenzung wird ein Blend- und Sichtschutz zur Abschirmung von Scheinwerferlicht festgesetzt. Die Grünfläche im östlichen Teil bleibt erhalten. Für die im Ergebnis der Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung eingegangenen Stellungnahmen wurden Abwägungsvorschläge erarbeitet, die teilweise auch außerhalb des B-Planverfahrens umgesetzt werden können.

Mit dem Bebauungsplan „Parkplatz Schloss Burgk“ wird ein Teil des rechtskräftigen Bebauungsplanes „Baugebiet Burgker Straße“ aus dem Jahr 1994 überplant. Neben Wohnen sollten am Standort auch Gewerbeflächen entstehen. Dieser Teil wurde hier bisher nicht realisiert.

Quelle: Stadt Freital

Foto: Stadt Freital
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