Polizeieinsatz rund um den 13. Februar 2018

Der Einsatz der Dresdner Polizei beginnt am 10. Februar und dauert voraussichtlich bis zum 17. Februar an. In diesem Zeitraum werden bis zu zehn Hundertschaften an drei Tagen (10. Februar, 13. Februar und 17. Februar) verschiedene Aufgaben wahrnehmen.

Polizeipräsident Horst Kretzschmar: „Morgen beginnt für uns die vermutlich einsatzreichste Woche des Jahres. Drei Einsätze innerhalb einer Woche sind eine besondere Herausforderung. Die Einsatztage werden sich aber sehr voneinander unterscheiden.“

Die meisten Einsatzkräfte werden ab Samstagmittag im Stadtgebiet präsent sein. Dabei werden die sächsischen Beamten von Kollegen aus Thüringen und der Bundespolizei unterstützt.

Horst Kretzschmar: „Morgen wird der größte Einsatz stattfinden. Ich rechne mit einer konfrontativen Versammlungslage, die sich aus den angezeigten Aufzügen der unterschiedlichen Lager zwangsläufig ergibt. Wir erwarten Blockadeversuche des rechten Aufzuges durch Gegendemonstranten.“

Einschränkungen im Zusammenhang mit dem Polizeieinsatz

Nach bisherigen Planungen wird es die meisten Einschränkungen am Samstag (10.02.2018) geben, da an diesem Tag die meisten Aufzüge angezeigt sind.

Horst Kretzschmar: „Für den 13. Februar, dem eigentlichen Gedenktag, erwarten wir eine deutlich geringere Dynamik. Als Schwerpunkt sehen wir den Neumarkt, auf dem mehrere Versammlungen angezeigt sind. Uns liegen keine Hinweise auf einen rechten Aufzug an diesem Tag vor.“

Teilnehmer an der Menschenkette und anderen Veranstaltungen am 13. Februar werden gebeten, etwas mehr Fahrzeit einzuplanen. Beispielsweise wird der Fahrverkehr in der Innenstadt während der Dresdner Menschenkette zwischen 18.00 Uhr und 18.15 Uhr kurzzeitig zum Erliegen kommen. Über weitere Veranstaltungen können sich Interessierte auf www.13februar.dresden.de informieren.

Auch am 17. Februar wir die Innenstadt im Fokus des Polizeieinsatzes stehen.

Etwa 30 Polizeibeamte werden an allen drei Einsatztagen für die Regulierung des Verkehrsaufkommens eingesetzt. Durch möglichst kurzzeitige Sperrungen sollen sie die Einschränkungen für die Bevölkerung so gering wie möglich halten.

Im Zusammenhang mit dem Polizeieinsatz werden unter anderem zeitweise die Parkplätze an der Schießgasse und Reitbahnstraße für die Polizei gesperrt.

Die vergangenen Jahre haben auch gezeigt, dass eine abschließende Prognose von möglichen Schwerpunktorten des Polizeieinsatzes im Vorfeld nicht möglich ist. Insbesondere, weil der Verlauf von spontanen Versammlungen zeitlich oder örtlich nicht vorhersehbar ist.

Sächsische „Kommunikationsteams“ im Einsatz

Die Dresdner Polizei setzt erneut „Kommunikationsteams“ ein. Durch ihre ständige Gesprächsbereitschaft wollen die sächsischen Beamten Konflikten vorbeugen und dadurch letztlich deeskalierend wirken.

In den „Kommunikationsteams“ werden Polizeibeamte aus den verschiedensten Dienstbereichen eingesetzt. Sie üben die Tätigkeit zusätzlich zu ihrem regulären Dienst aus.

Horst Kretzschmar: „Ich erwarte für alle Einsatztage einen grundsätzlich friedlichen Verlauf. Dafür spricht zum einen die Entwicklung in den vergangen Jahren, aber auch unsere aktuelle Einschätzung zu Art und Umfang der Mobilisierung. Solange der Protest friedlich und gewaltfrei ist, werden wir als Polizei auch für Gegendemonstranten einen Protest in Hör- und Sichtweite gewährleisten. Ich appelliere daher auch an die Vernunft aller Versammlungsteilnehmer, ihren Teil zu einer friedlichen Woche für Dresden beizutragen.“

Kontakttelefon eingerichtet

Die Dresdner Polizei ist sich des Informationsbedarfs bewusst. Interessierte erhalten Hinweise an einem Kontakttelefon. Dieses ist zu folgenden Zeiten besetzt:

10. Februar 2018 in der Zeit von 12.00 Uhr bis 19.00 Uhr
13. Februar 2018 in der Zeit von 10.00 Uhr bis 20.00 Uhr

Kontakttelefon: (0351) 483-3000

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