Rabiate Übergriffe bei Fußballbegegnung SG Dynamo Dresden – Greuther Fürth

Am  Sonntag fand die Spielbegegnung zwischen der SG Dynamo Dresden und Greuther Fürth im DDV-Stadion statt. Durch eingesetzte Bundespolizisten wurde die bahnseitige An- und Rückreise von über 3.000 Fußballfans des Heimvereins und einer geringen Anzahl Gästefans im Hauptbahnhof Dresden überwacht. Dabei wurden mehrere Körperverletzungsdelikte registriert.

Gleich zu Beginn des Einsatzes um 10:35 Uhr wurden Bundespolizisten durch 3 Dynamofans grundlos mit den Worten „Was wollt ihr denn, ihr Handlampen?“ bzw. „Was wollt ihr denn hier?“ angegangen. Aufgrund dieses Verhaltens wurde eine Identitätsfeststellung der Personen durchgeführt. Die 20, 24 und 25 Jahre alten Heimfans widersetzten sich zunächst der Maßnahme und versuchten dieser zu entgehen. Dabei wurden die Personen verbal immer aggressiver. Der 24-Jährige fing nunmehr an die Einsatzkräfte permanent mit ehrverletzenden und abfälligen Worten zu beleidigen. Auch während der sich anschließenden strafprozessualen Bearbeitung konnte sich der Deutsche nicht zügeln. Der 20-Jährige versuchte während der Maßnahme einem Beamten in den Rücken zu springen, was unterbunden werden konnte. Daraufhin ging der Dresdner mit Faustschlägen auf die Beamten los. Der Angriff wurde ebenfalls abgewehrt, wobei sich der Angreifer leicht im Bereich der Nase verletzte. Eine ärztliche Behandlung durch den hinzugezogenen Rettungsdienst lehnte der junge Mann jedoch ab. Beide Dresdner waren alkoholisiert, wobei der 24-Jährige 1,9 Promille und der 20-Jährige 0,7 Promille Atemalkohol aufwies. Gegen die beiden, wegen einer Vielzahl gleichgelagerter Delikte einschlägig polizeibekannten, Dresdner wurden Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet. Der 25-Jährige Dresdner trat während der Situation nicht in Erscheinung und hielt sich im Hintergrund.

Im Rahmen der Rückreisephase wurden zwei weitere körperliche Übergriffe registriert.

Gegen 15:50 Uhr wurde eine Streife in der Kuppelhalle des Hauptbahnhofes Dresden auf eine lautstarke verbale Auseinandersetzung zwischen zwei männlichen Personen aufmerksam. Die Beamten trennten die Personen und erteilten Platzverweise in unterschiedliche Richtungen. Der 30-jährige Deutsche suchte kurze Zeit später jedoch erneut die Konfrontation und schlug dem 25-jährigen Iraker schließlich gegen die Brust. Aufgrund des persönlichen Verhaltens des alkoholisierten Deutschen (1,12 Promille) wurde dieser mittels einfachen unmittelbaren Zwangs (Armhebel) zur Bundespolizeiwache im Hauptbahnhof verbracht, wo die strafprozessuale Bearbeitung zum Tatvorwurf der Körperverletzung durchgeführt wurde.

Der letzte Fall ereignete sich gegen 17:20 Uhr. Hierbei sprach ein 30-jähriger Pakistaner eine Streife im Hauptbahnhof Dresden an und teilte mit, dass er soeben durch eine männliche Person im Bereich des Haupteinganges grundlos ins Gesicht geschlagen worden sei. Am Tatort konnte zunächst keine Person festgestellt werden, jedoch war unmittelbar eine Straßenbahn in Richtung Dresden Plauen abgefahren. Die Bundespolizisten konnten die Straßenbahn im Bereich der Haltestelle Münchner Platz einholen, wo der Tatverdächtige durch den Geschädigten zweifelsfrei identifiziert werden konnte. Der 48-jährige Dresdener sieht nun ebenfalls einer Anzeige wegen Körperverletzung entgegen. Der Pakistaner wies leichte Verletzungen im Bereich der Lippe auf, lehnte eine ärztliche Behandlung vor Ort jedoch ab.

Die Täter der drei Fälle gehören keiner speziellen Fangruppierung der Dresdner Fußballszene an.

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