41-jährige Polizeibeamtin erlitt Rippenbruch bei Einsatz

Zwei Polizeibeamte erlitten bei einem Einsatz am Samstag in der Äußeren Neustadt Verletzungen.

Ausgangspunkt war eine Auseinandersetzung zwischen drei Zuwanderern und dem Sicherheitsdienst einer Diskothek an der Katharinenstraße. Die drei Männer aus Syrien (19), Marokko (26) und dem Libanon (22) versuchten sich gewaltsam Zutritt zu dem Objekt zu verschaffen. Als Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes dies verhinderten, warf der 19-Jährige eine Bierflasche gegen einen der Türsteher (28), der dadurch leicht verletzt wurde. Der 22-Jährige warf seine Bierflasche gegen einen weiteren Türsteher (43), verfehlte diesen jedoch. In der Folge schlug er den Mann jedoch mit der Faust.

Den syrischen Staatsbürger konnten die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes vor Ort bis zum Eintreffen der alarmierten Polizisten festhalten. Seine beiden Komplizen flüchten zunächst. Eine Streife vor Ort stellte sich den Flüchtenden in den Weg. Der Libanese griff daraufhin den 29-jährigen Beamten mit Faustschlägen an, sein marokkanischer Begleiter sprang gleichzeitig die
41-jährige Streifenpartnerin mit angewinkelten Ellenbogen an. Der 41-Jährigen wurde dadurch eine Rippe angebrochen. Dennoch nahm sie die Verfolgung des Flüchtenden auf. Gemeinsam mit Passanten konnte er schließlich in einem Hinterhof festgehalten werden.

Gegen das Trio wird nun unter anderem wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und versuchten Hausfriedensbruch ermittelt.

Polizeipräsident Horst Kretzschmar: „Wie angekündigt haben wir unsere Einsätze in der Äußeren Neustadt fortgesetzt. Am Ende haben wir zwar zahlreiche Tatverdächtige festnehmen können, aber mit zwei verletzten Beamten auch einen hohen Preis dafür gezahlt. Die Konsequenzen für die Dresdner Polizei sind bei der spürbar gestiegenen Gewalt klar: Wir werden uns nicht aus der Neustadt zurückziehen. Vielmehr müssen wir unseren Personalansatz für künftige Einsätze nach oben korrigieren.“

Am Wochenende führte die Dresdner Polizei erneut einen Polizeieinsatz in der Äußeren Neustadt durch. Ziel dieser wiederkehrenden Einsätze ist die Bekämpfung der Straßenkriminalität. Die eingesetzten Beamten waren vor allem am Albertplatz, auf der Alaunstraße, Louisenstraße, Rothenburger Straße sowie Görlitzer Straße präsent. Festgestellt haben die Einsatzkräfte weiterhin folgende Straftaten:

Am Samstag, gegen 02.35 Uhr kontrollierten Einsatzkräfte auf der Rothenburger Straße einen 22-jährigen Marokkaner. Dabei stellten sie ein fremdes Portmonee fest. Ermittlungen ergaben, dass er die Geldbörse kurz zuvor aus der Gesäßtasche eines Dresdners gestohlen hatte. Der rechtmäßige Eigentümer hatte erst durch die Polizei von dem Diebstahl erfahren.

Samstagabend (22.15 Uhr) kontrollierten Einsatzkräfte auf der Alaunstraße einen
35-jährigen Tunesier. In seiner Sporttasche fanden die Beamten einen als Taschenlampe getarnten Elektroschocker. Da der 35-Jährige auch noch ein Cliptütchen mit Drogen bei sich führte, muss er sich wegen Verstößen gegen das Waffen- und Betäubungsmittelgesetz verantworten.

Ebenfalls wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz müssen sich ein
41-jähriger Algerier, ein 21-jähriger Libyer sowie ein 35-jähriger Deutscher verantworten.

Wegen Beleidigung müssen sich zudem ein 29-jähriger Deutscher sowie ein 21-Libyer verantworten. Beide Männer hatten unabhängig voneinander Einsatzkräfte beleidigt.

Die Kontrollen erbrachten auch zwei Fahndungstreffer. Ein 26-jähriger Libyer war zur Festnahme ausgeschrieben. Einsatzkräfte nahmen ihn in Gewahrsam. Außerdem stellten die Beamten ein Fahrrad fest, welches nach einem Diebstahl zur Fahndung ausgeschrieben war.

In den Nächten zum Samstag und zum Sonntag waren insgesamt zwölf Beamte des Polizeireviers Dresden-Nord an den Einsatzmaßnahmen beteiligt.

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